Kopfkino

Ich sehe mich um, betrachte die Entwicklungen meiner Umelt, betrache meine Freunde, betrachte, wie einige von ihnen sich auseinanderleben - betrachte wie wir langsam erwachsen werden.

Und sehe, dass wir dabei über Scherben früherer Träume gehen.

Stelle fest, dass sich für die meisten, einschließlich mir selbst, die Aussage "es kann nur noch besser werden" -bislang?- nicht erfüllt hat.
Alles muss schneller gehen, wir sollten möglichst bald unsere Position in der Welt gefunden haben, hasten blind umher, versuchen irgendeinen Halt zu ergreifen, während die Zeit beginnt uns langsam davon zu laufen.

Mit jedem Monat, mit jedem Jahr das vergeht, fühle ich mich noch unsicherer und verlorerener als zuvor.
Blicke mich um, und sehe, das immer mehr Weggefährten einen Platz für sich gefunden haben, einige sogar einen festen Halt.

Und daneben stehe ich, immer noch auf der selben Stelle, die Welt um mich herum wie hinter einer Glaswand versteckt.
Wo ist mein Platz in dieser Welt..?

Jemand bleibt kurz stehen. Sie kommt auf mich zu, setzt sich zu mir, und beginnt zu fragen:

"Was würdest du denn später gern (beruflich) machen?"
- Ich weiß nicht... ich dachte eigentlich, dass was ich derzeit mache wäre es gewesen, aber scheinbar...

"Hm... Und was würdest generell gern machen, so in den nächsten 5 Jahren zum Beispiel?"
- Mh... Naja... ich denke mal etwas finden, dass ich tun möchte, das mir Spaß macht und wo ich nicht so schnell dazu neigen würde meine Motivation und Diszipilin zu verlieren...

"Was sagen denn deine Emotionen? Schalt einfach mal den Kopf ab und hör auf den Bauch."
- ...

Ich kann meinen Kopf nicht abschalten.
Und mein Bauch hüllt sich in Schweigen...

Sie musste weiter, stand wieder auf, verabschiedete sich.
Und ich blickte weiterhin auf meine Spiegelung in der Glaswand.
21.3.08 23:36
 


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