Kopfkino

Ich sehe mich um, betrachte die Entwicklungen meiner Umelt, betrache meine Freunde, betrachte, wie einige von ihnen sich auseinanderleben - betrachte wie wir langsam erwachsen werden.

Und sehe, dass wir dabei über Scherben früherer Träume gehen.

Stelle fest, dass sich für die meisten, einschließlich mir selbst, die Aussage "es kann nur noch besser werden" -bislang?- nicht erfüllt hat.
Alles muss schneller gehen, wir sollten möglichst bald unsere Position in der Welt gefunden haben, hasten blind umher, versuchen irgendeinen Halt zu ergreifen, während die Zeit beginnt uns langsam davon zu laufen.

Mit jedem Monat, mit jedem Jahr das vergeht, fühle ich mich noch unsicherer und verlorerener als zuvor.
Blicke mich um, und sehe, das immer mehr Weggefährten einen Platz für sich gefunden haben, einige sogar einen festen Halt.

Und daneben stehe ich, immer noch auf der selben Stelle, die Welt um mich herum wie hinter einer Glaswand versteckt.
Wo ist mein Platz in dieser Welt..?

Jemand bleibt kurz stehen. Sie kommt auf mich zu, setzt sich zu mir, und beginnt zu fragen:

"Was würdest du denn später gern (beruflich) machen?"
- Ich weiß nicht... ich dachte eigentlich, dass was ich derzeit mache wäre es gewesen, aber scheinbar...

"Hm... Und was würdest generell gern machen, so in den nächsten 5 Jahren zum Beispiel?"
- Mh... Naja... ich denke mal etwas finden, dass ich tun möchte, das mir Spaß macht und wo ich nicht so schnell dazu neigen würde meine Motivation und Diszipilin zu verlieren...

"Was sagen denn deine Emotionen? Schalt einfach mal den Kopf ab und hör auf den Bauch."
- ...

Ich kann meinen Kopf nicht abschalten.
Und mein Bauch hüllt sich in Schweigen...

Sie musste weiter, stand wieder auf, verabschiedete sich.
Und ich blickte weiterhin auf meine Spiegelung in der Glaswand.
21.3.08 23:36


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Irgendwann ist der Himmel immer wieder blau.

Es gibt immer etwas, auf das man sich freuen kann, auch wenn es nur kleine Dinge sind. Man muss nur danach suchen, und wenn man es dann findet, muss man es ergreifen und fest daran halten.

Auch wenn mir wieder ein Stolperstein vor die Füße geworfen werden und ich fallen sollte, hoffe ich selbst in dem darauf folgenden Tief diesen Gedanken festhalten zu können und die Kraft zu finden, immer und immer wieder auf's neue aufzustehen.

Damit ich wieder meinen Kopf hochhalten und den blauen Himmel sehen kann.
19.2.08 17:07


Ich finde keinen Halt mehr.

Das einzige, wirklich einzige, auf dass ich mich in letzter Zeit noch wirklich freue und wo ich alles um mich herum für einen Augenblick vergessen kann, ist wenn ich mein Morgenlicht sehen kann. Aber selbst das wird immer öfter zur Geduldsprobe, da die Entfernung, die zwischen uns liegt, viele Steine in unseren Weg legt.

Ich kann ihn nicht einfach mal eben so sehen, wenn mir danach ist und/oder es mir nicht gut geht und ich mich ablenken will.

Und wenn ich dann wieder Momente wie diesen habe, wo mir alles über den Kopf zu steigen und ich darin zu ersaufen drohe, ich zusätzlich auch noch seine Nähe auf's tiefste vermisse, da fällt es mir manchmal schwer nicht den Boden unter meinen Füßen zu verlieren.

Ich habe heute schon wieder gefehlt. Ich weiß nichtmal, ob ich wirklich diesen beruflichen Weg einschlagen will.
Um ehrlich zu sein, weiß ich generell nichts mit meiner Zukunft anzufangen.

Ich habe noch immer keine Ziele.
Keinen Weg vor mir, dem ich nachgehen kann, der mich anspornen und irgendwo hinführen würde.

Und so verliert die Leiter, an der ich hänge, eine weitere Sprosse.
Ich befürchte es dauert nicht mehr lange, bis genug Sprossen abgebrochen sind und somit die Lücke zum Licht, zum Ausweg aus dem dunklen Loch, für mich unüberwindbar wird.
Zudem werden meine Beine immer schwerer, die über dieser endlosen Tiefe baumeln; würde am liebsten einfach nachgeben und mich fallen lassen.

Aber ich kann nicht, ich habe ein Versprechen gegeben, zu versuchen durchzuhalten.
Ich will nicht schon wieder enttäuschen...
6.2.08 14:41


Manchmal wünschte ich, ich könnte meinen Gedanken einfach ausschalten.

Ich bin all den Lärm in meinem Kopf leid.

Und ich wünschte, sie würden nicht solch eine Last auf meine Schultern ausüben.
Denn manchmal drohe ich darunter zusammenzubrechen.
22.1.08 01:37


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